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1.4 Habitable Zone

Quelle: Themenpool §1 — Exobiologie · Mitschrift §9.2

Die habitable Zone ist der Abstandsbereich um einen Stern, in dem flüssiges Wasser auf einer Planetenoberfläche möglich ist — und damit Leben, wie wir es kennen. Zu nah am Stern verdampft das Wasser, zu weit weg gefriert es.

Wichtig ist eine Einschränkung: Ob Wasser flüssig bleibt, hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch vom atmosphärischen Druck. Ein Planet kann also mitten in der habitablen Zone liegen und trotzdem kein flüssiges Wasser besitzen, wenn der Druck zu niedrig ist (z. B. Mars). Die habitable Zone ist somit eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für Leben.

Worauf hängt die Oberflächentemperatur noch ab? — die Albedo. Die Albedo ist das Rückstrahlvermögen eines Planeten: der Anteil des Sternenlichts, der reflektiert statt absorbiert wird (Albedo 0 = alles geschluckt, 1 = alles zurückgeworfen; Erde ≈ 0,3). Eine hohe Albedo (viel Eis, helle Wolken) kühlt → die habitable Zone müsste näher an den Stern rücken; eine niedrige Albedo (dunkle Oberfläche) heizt auf. Zusammen mit dem Treibhauseffekt (§3.4) verschiebt die Albedo also die tatsächliche Oberflächentemperatur gegenüber dem reinen Abstandswert — auch das ist ein Grund, warum die habitable Zone nur eine grobe Faustregel ist.